Wasser – Das Erste, was du morgens brauchst

Mein Morgen beginnt mit Wasser. Seit über einem Jahr trinke ich nach dem Aufstehen bis zu einen Liter davon. Warum ich das tue und warum das auch etwas für dich sein könnte, beantwortet der folgende Artikel.

Bevor ich mir das morgendliche Wassertrinken angewöhnt habe, war mein Trinkverhalten miserabel. Es gab Tage, an welchen Kaffee 100% meiner Trinkmenge ausmachte. Nicht unbedingt die beste Wahl. Erst die bewusste Auseinandersetzung mit diesem Thema führte zu einem Umdenken. 

Wozu braucht unser Körper Flüssigkeit? Wieviel sollten wir trinken? Zeit, ein wenig genauer hinzuschauen.

Wasser, der quantitativ wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers

Etwa 65% unseres Körpers bestehen aus Wasser. Bei einer Person mit 70kg Körpergewicht sprechen wir hier von rund 45 Liter. Die nachfolgende Grafik zeigt, welche Organe und Substanzen besonders viel Wasser enthalten.

https://www.wasserspender-miete.de/tipp/17/06/wasser-im-menschlichen-koerper
Funktionen des Wassers

Der größte Teil der täglich aufgenommenen Flüssigkeit findet als Transport- bzw. Lösungsmittel für Nährstoffe Anwendung. Um Stoffwechselnebenprodukte und Giftstoffe optimal ausscheiden zu können, benötigen unsere Nieren eine entsprechende Menge Flüssigkeit. Aber auch die Abfuhr von Atemgasen ist auf Wasser angewiesen.

Unser Darm benötigt für die Verdauung Wasser. Dieses sorgt für ein Aufquellen von Ballast- und Pflanzenstoffen. Hierdurch erhöht sich deren Volumen, was die Darmbewegung anregt.

Wir schwitzen, um unsere Körpertemperatur auf 37°C zu halten. Durch den Schweiß auf unserer Haut entsteht die sogenannte Verdunstungskälte. Beispielsweise verliert ein Sportler mit 70kg bis zu 1,8 Liter Schweiß pro Stunde Sport. 

Ebenso ist Wasser als Baumaterial unerlässlich. Es ist der Hauptbestandteil unserer Zellen. Etwa 70% des im Körper vorhandenen Wassers befindet sich in Zellen.

Wasserkreislauf und Wasserbilanz

Flüssigkeit wird ständig aus unserem Organismus ausgeschieden. Dies passiert in erste Linie über die Nieren (Urin), über die Haut (Schweiß), über die Lunge (Wasserdampf) und auch über den Darm.

Zwischen der Aufnahme und dem Ausscheiden von Wasser herrscht üblicherweise ein Gleichgewicht. Man spricht von einer ausgewogenen Wasserbilanz. Die primäre Regulierung der Wasserbilanz erfolgt über die Nieren und die Ausscheidung von Urin. Viel Trinken, viel Pipi. Wenig Trinken, wenig Pipi.

Verschiebungen in der Wasserbilanz werden als Dehydration  (Wasserdefizit) oder Hyperhydration (Wasserüberschuss) bezeichnet. Jegliche Störung kann sich beispielsweise im Blutdruck, Blutzucker oder in der Ablagerung von Cholesterin negativ bemerkbar machen.

Wieviel Wasser brauchen wir

Der tägliche Bedarf an Wasser ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen zum Beispiel das Alter, das Geschlecht, äußere Einflüsse (z.B. Temperatur), aber auch die Speisenzusammensetzung (z.B. Salzgehalt).

Als Richtwert geht man von 30 – 40 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aus. Bei unserer 70kg-Person entspricht dies einer täglichen Trinkmenge von 2,1 – 2,8 Liter. Die Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung sieht eine Mindestmenge von 1,5 Liter vor.

Ein Mehrbedarf besteht bei körperlicher Anstrengung, sehr niedrigen Temperaturen, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Aber auch während einer Schwangerschaft bzw. der Stillzeit.

Ob man genug getrunken hat, kann man ganz einfach an der Farbe des Urins erkennen. Dieser  sollte mehrmals täglich wasserklar sein. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Trinken auf Vorrat nicht funktioniert. Unser Körper kann nur begrenzte Mengen verarbeiten. Ein Überschuss wird einfach wieder ausgeschieden.

Zu welchen Mangelerscheinungen kann es kommen

Wassermangel kann zu schwerwiegenden Schäden führen. Bereits nach zwei bis vier Tagen können harnpflichtige Substanzen nicht mehr ausgeschieden werden.

Symptome eines Flüssigkeitsmangels sind zum Beispiel Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Mundgeruch, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit, Verwirrtheit und schlimmstenfalls Kreislaufversagen. Aber auch der Darm kann in Form einer Verstopfung betroffen sein. 

In diesem Zusammenhang soll noch erwähnt werden, dass ein Flüssigkeitsmangel nicht kurzfristig ausgeglichen werden kann. Hat man den Durst zu lange ignoriert, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis sich wieder ein Gleichgewicht einstellt.

Warum gerade in der Früh

Während wir schlafen passieren zwei Dinge. Zum Einen verlieren wir durch Schweiß und Atem viel Flüssigkeit. Zum Anderen wird üblicherweise kein frisches Wasser zugeführt. Gleich nach dem Aufstehen haben wir eine mehr oder weniger intensive Durststrecke hinter uns. Es ist somit der ideale Zeitpunkt, sich um seinen Wasserhaushalt zu kümmern.

Je eher wir unser Wassergleichgewicht wieder hergestellt haben, umso früher kann unser  Körper wieder reibungslos seine Arbeit verrichten. Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung und unzählige weitere Prozesse und Organe sind auf eine ausgewogene Wasserbilanz angewiesen um ordnungsgemäß zu funktionieren.

Mehr Trinken, aber wie

Abschließend gebe ich dir noch einige kleine Tipps und Tricks mit auf den Weg. Mit diesen kannst du deine tägliche Trinkmenge hochschrauben. Du wirst bald merken, dass sich eine Gewohnheit einstellt und du automatisch mehr trinkst.

  • Beginne deinen Morgen mit 1-2 Gläsern Wasser.
  • Baue Wasser in deinen Tagesablauf ein und bewahre es in Griff- und vor allem Sichtweite auf. Im Büro, zu Hause an verschiedenen Stellen oder im Auto. Einfach überall, wo du häufig vorbeikommst.
  • Bringe Geschmack und Abwechslung ins Spiel. Zitronen, Gurken, Ingwer oder Minze eignen sich perfekt um Wasser ein wenig aufzupeppen.
  • Stell dir einen Timer (z.B. am Handy), der dich regelmäßig daran erinnert, zu trinken. Noch moderner gehts mit den mittlerweile zahlreich vorhandenen Apps.
  • Mach ein Spiel daraus und matche dich mit Freunden oder Kollegen.
  • Wasser kann man übrigens auch essen. Wassermelone, Sellerie und Gurke bestehen aus zumindest 95% Wasser.
The Bottom Line

Zwei Drittel unseres Körpers bestehen aus Wasser. Neben Sauerstoff handelt es sich um den zweitwichtigsten Stoff, den wir zum Leben benötigen. Kommt unser Wasserhaushalt durcheinander, beeinträchtigt dies unseren gesamten Organismus mit all seinen Organen und Prozessen. Das sollten wir uns laufend vor Augen halten. 

Von diversen Flüssigkeiten im Auto kennen wir Mindest- und Höchstfüllmengen. In diesem Bereich ist eine optimale Funktion gewährleistet. Genauso verhält es sich bei unserem Körper. 

Wie sieht es bei dir aus? Kommst du auf deine empfohlene Trinkmenge oder hast du damit Schwierigkeiten? Hast du spezielle Tipps und Tricks, die dir das Wassertrinken leichter machen? Ich freue mich über deinen Kommentar.

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