Vegan oder vollwertig pflanzlich?

Donuts

Die Studienlage ist eindeutig, die Fakten liegen auf dem Tisch. Eine auf Pflanzen basierende, vollwertige Ernährung ist unserer Gesundheit zuträglicher, als die typische westliche Kost, welche auch Fleisch, Fisch, Milch und Eier beinhaltet. Dabei gilt es jedoch einen ganz wichtigen Punkt zu beachten. Vegan ist nicht gleich vegan!

Warum pflanzlich?

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Ernährung. Die Beweggründe sind verschieden. Neben Tierwohl und Umweltthemen, stehen auch gesundheitliche Aspekte ganz oben auf der Motivliste.

Es gibt tausende gute Gründe und ganz egal wie deine aussehen mögen, im Sinne der Tiere und der Umwelt ist eine vegane Ernährung jedenfalls begrüßenswert. Aber wie sieht es mit deiner Gesundheit aus? 

Sehen wir uns zuerst an, wie es um die Ernährung der österreichischen Bevölkerung steht.

Der österreichische Ernährungsbericht 2017

2 von 5 erwachsenen Österreichern sind übergewichtig. Jeder Zweite isst zu viel. Insgesamt essen wir zu fettreich und salzhaltig, zu viel freien Zucker, zu wenig wertvolle Kohlenhydrate und zu wenig Ballaststoffe.

Auf Nahrungsmittel bezogen essen wir zu wenig Obst, Gemüse und Getreide, aber zuviel Fleisch und Fleischprodukte. Achja, zudem naschen wir auch zu viel.

Zwei Drittel der Todesfälle in Österreich lassen sich auf Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Diese Krankheitsbilder stehen in einem wesentlichen Zusammenhang mit unserer Ernährung. Daraus lässt sich schließen, dass sich Herr und Frau Österreicher nicht besonders um ihre Gesundheit scheren. 

Was tun?

Eine vegane Ernährung kann aus diesem Teufelskreis führen, muss es aber nicht zwangsläufig. Wer glaubt, dass der bloße Verzicht auf tierische Lebensmittel bereits für eine langes und gesundes Leben ausreicht und sich in weiterer Folge trotzdem den lieben langen Tag mit Süßigkeiten vollstopft, befindet sich auf dem Holzweg.

Dabei braucht eine gesunde pflanzliche Ernährung nicht viel. Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse und Samen stellen den Grundstock an Lebensmitteln dar. Aus dieser äußerst überschaubaren Liste an Lebensmittelgruppen lässt sich eine unendliche Menge an leckeren und vor allem gesunden Speisen zubereiten.

Angebot und Nachfrage

Mit zunehmender Anzahl an vegan lebenden Menschen, steigt auch das Angebot und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten. Grundsätzlich ist dies eine begrüßenswerte Entwicklung. Noch vor wenigen Jahren musste man sich seine Sojamilch aus dem Reformhaus besorgen. Heute gibt es sie in jedem Supermarkt, flankiert von zahlreichen anderen Pflanzendrinks. Zudem gibt es in den Supermärkten eigene Veggie-Abteilungen. Das ist toll.

Mit den durchaus sinnvollen veganen Produkten wie naturbelassenen Pflanzendrinks, Joghurts, Tofu, Tempeh, etc., sprießen allerdings auch zahlreiche andere (veganisierte) Produkte aus dem Boden. Fettiges, Salziges und Süßes. Der gesundheitliche Wert steht bei diesen Produkten an zweiter, letzter oder gar keiner Stelle. Versteht mich nicht falsch, ich finde zum Beispiel vegane Eiscreme oder auch einzelne Fleischersatzprodukte toll. Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich diese ab und an zu gönnen. 

Bedenklich wird es allerdings, wenn sich der Großteil der Ernährung aus Industrieprodukten zusammensetzt. Auch als Veganer lässt es sich herrlich fett- und salzreich, süß und einseitig leben. Aber das soll nicht das Ziel sein.

Was können wir mitnehmen?
  • Die häufigsten Todesursachen und die Qualität unserer Ernährung stehen in engem Zusammenhang. 
  • Eine pflanzliche Ernährung kann genauso ungesund sein, wie die konventionelle westliche Kost.
  • Vollwertige und unverarbeitete Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse und Samen sollten den Großteil unseres Nahrungsbedarfes abdecken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code