Sojajoghurt, hausgemacht

Joghurt

Seit einer Weile gibt es bei uns nur mehr selbst hergestelltes Sojajoghurt. Anfangs dachte ich, dass die Herstellung von Joghurt mit einem großen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden sei und man zudem viel Geschirr schmutzig machen würde. Das war ein großer Irrtum. Für mich ist gekauftes Joghurt mittlerweile nur mehr eine Notlösung.

Wie wird’s gemacht?

Methoden zur Herstellung von eigenem Joghurt gibt es viele. Diese reichen vom Einsatz elektronischer Joghurtbereiter bis zu einfacheren Methoden in Thermosflaschen. Im Netz finden sich zuhauf Anleitungen und es sollte für jeden etwas dabei sein. Im Grunde benötigt man Sojamilch ohne Zusatzstoffe und Joghurtkulturen. Zudem Zeit und eine warme Umgebung, damit sich die Bakterien gut vermehren können.

Joghurt aus Tiermilch

Mit unserer Entscheidung auf tierische Milch und die daraus hergestellten Milchprodukte zu verzichten, verschwanden kurzzeitig auch die geliebten Joghurts aus unserem Kühlschrank. Damals fand ich eher noch fruchtige Sorten toll, vor allem Heidelbeere. 

Jogurtalternativen aus Soja und zunehmend auch aus Kokos, Mandel und Lupinen gibt es schon lange. Die Geschmacksrichtungen orientieren sich an den klassischen Milchjoghurts und reichen von naturbelassen bis fruchtig. Somit musste ich auch auf das geliebte Heidelbeerjoghurt nicht verzichten.

Lieber Selbermachen

Wenn man auf tierische Produkte verzichten möchte, wird man unweigerlich zum Profi im Lesen von Inhaltsangaben auf der Rückseite von Produktverpackungen. Ok, dass Sojajoghurt ohne tierische Inhaltsstoffe auskommt, war irgendwie vorherzusehen. Schließlich prangert auch ein großer „Vegan“-Schriftzug bzw. ein Veganlogo auf der Vorderseite. Aber man gewöhnt sich irgendwie daran, Produkte eher nach ihrer Rückseite, als ihrer Vorderseite auszuwählen. Schauen wir uns an, was die Zutatenliste diverser Sojajoghurterzeugnisse hergibt.

Sojajoghurt mit Heidelbeergeschmack
  • Wasser
  • Zucker
  • Sojabohnen
  • Heidelbeeren
  • Glukose-Fruktose-Sirup
  • Tricalciumcitrat
  • Säureregulatoren (Natriumcitrat, Zitronensäure)
  • Stabilisator (Pektin)
  • natürliches Aroma
  • Hibiscus- und Karottensaftkonzentrat
  • Meersalz
  • Antioxidationsmittel (Ascorbylpalmitat, stark tocopherolhaltige Extrakte)
  • Joghurtkulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus)
  • Vitamine (Riboflavin, B12, D2)

Wasser, Sojabohnen, Heidelbeeren und einzelne andere Inhaltsstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) lass ich mir gerne einreden. Aber was ist mit dem Rest? Muss das wirklich alles rein? Braucht ein Fruchtjoghurt eine Zutatenliste mit 14 Punkten? Gehts vielleicht auch ohne einzelne Zutaten? 

Irgendwie verging mir zunehmend die Lust auf Fruchtjoghurt. Im Laufe der Zeit entdeckte ich Naturjoghurt für mich. Mit frischen Früchten verfeinert, schmeckt es einfach grandios.

Sojajoghurt natur
  • Wasser
  • Sojabohnen
  • Zucker
  • Tricalciumcitrat
  • Stabilisator (Pektin)
  • Säureregulatoren (Natriumcitrat, Citronensäure)
  • Aroma
  • Meersalz
  • Antioxidantionsmittel (stark tocopherolhaltige Extrakte, Ascorbylpalmitat)
  • Joghurtkulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus)
  • Vitamine (B12, D2)

Die Zutatenliste umfasst immer noch 11 Punkte. Gefühlt sind aber nur die Beeren weggefallen. Das muss noch besser gehen.

Sojajoghurt natur in Bioqualität 
  • Wasser
  • Sojabohnen
  • Maisstärke
  • Salz
  • Jogurtkulturen

Na bitte, es geht ja. Das könnte man schon durchaus so stehen lassen. Auf dem Weg vom handelsüblichen Heidelbeersojajoghurt zum Natursojajoghurt in Bioqualität konnte die Zutatenliste von 14 auf 5 Punkte reduziert werden. Aber noch fehlt der letzte Teilnehmer im Joghurtvergleich.

Sojajoghurt hausgemacht
  • Wasser
  • Sojabohnen
  • Joghurtkulturen

Ja, das ist alles, mehr ist nicht drin. Drei Zutaten, alles was ein leckeres Joghurt braucht.

Was darf man erwarten?

Hausgemachtes Joghurt unterscheidet sich von gekauftem vor allem im Geschmack, in der Stichfestigkeit und im Preis. Die Do-it-yourself-Variante schmeckt insgesamt frischer und natürlicher. Aufgrund der fehlenden Stabilisatoren, fällt die Konsistenz jedoch nicht so fest aus. Als letztes Argument bleibt noch der Preis. Selbstgemachtes Natursojajoghurt kostet in der Herstellung etwa die Hälfte eines Bio-Fertigproduktes.

Zusammenfassend bietet hausgemachtes Joghurt – für mich – ausschließlich Vorteile:

  • Es schmeckt einfach besser.
  • Die Zutaten sind auf das Nötigste reduziert.
  • Bei meiner Herstellungsmethode liegt der Zeitaufwand unter 5 Minuten
  • Ich erziele bis zu 50% Preisersparnis, im Vergleich zu einem Fertigprodukt in Bioqualität.
  • Falls ich es noch nicht erwähnt habe, Selbstgemachtes schmeckt einfach am besten.

Wenn du Lust darauf bekommen hast, Joghurt selbst herzustellen, findest du im Netz auf jeden Fall eine passende Anleitung. Wenn ich dir dabei mit Tipps und Tricks behilflich sein kann oder du Fragen hast, lass es mich gerne wissen.

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