Krafttraining – Die Macht der Muskeln

Schwere Jungs und noch schwerere Gewichte. Vorurteile wirken für viele abschreckend und führen zu einem negativen Image. Hier erfährst du, warum Krafttraining nicht zwangsläufig mit Muskelbergen zu tun hat und warum wir alle davon profitieren können.

Aufgeblasen, unbeweglich und mit geringem Selbstwertgefühl. So stellt man sich vielleicht den typischen Bodybuilder vor. Zudem sind die doch alle auf Anabolika und haben nichts in der Birne. Da geh ich doch lieber Laufen.

Weil beim Laufen verbrennt man ordentlich Fett und Kalorien. Der kürzeste Weg zur Wunschfigur führt über die Laufstrecke und wer viel läuft, darf auch gerne beim Essen über die Stränge schlagen.

So oder so ähnlich klingen die beiderseitigen Klischees. Da diese nun aus dem Weg geräumt sind, können wir uns dem tatsächlichen Thema widmen. Nicht nur Ausdauersport kann mit gesundheitlichen Vorteilen punkten. Krafttraining darf in diesem Zusammenhang nicht unterschätzt werden.

Lieber Muskeln aufbauen, anstatt Muskeln verlieren

Ab 30 gehts bergab und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit zunehmendem Alter verliert unser Körper an Muskelmasse.

Dieser Prozess setzt zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr langsam ein, nimmt allmählich an Geschwindigkeit zu und kann uns bis zu unserem Lebensende rund 35 – 40% unserer Muskelmasse kosten.

In Alltagssituationen wird die Muskelkraft zunehmend zum limitierenden Faktor und es erhöht sich das Sturz- und Verletzungsrisiko. Unter diesem Gesichtspunkt ist Krafttraining unbedingt notwendig, um diesem Abbauprozess entgegenzuwirken.

Wie war das nochmal mit den Kalorien

Viele betreiben Ausdauersport um in ein Kaloriendefizit zu gelangen. Ob wir nun dem Wunschgewicht näher kommen wollen oder damit übermäßiges Essen kompensieren, wir müssen uns bewegen.

Im Gegensatz hierzu verbrennen Muskeln auch im Ruhezustand, also auf der Couch oder im Schlaf, Kalorien. Mehr Muskelmasse verbrennt mehr Kalorien.

Use it or loose it

Wer Körpergewicht reduzieren will, sollte unbedingt Krafttraining in seinen Alltag einbauen, um einem Muskelabbau durch Kalorienrestriktion entgegenzuwirken. Ziel ist es die Körperkomposition, ohne Jojo-Effekt, nachhaltig zum Positiven zu verändern.

Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke

Von Kraftsport profitiert der gesamte Halteapparat. Durch die Trainingsbelastung werden Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke intensiv gefordert. Dies bedeutet, dass sie sich an die neue Situation anpassen und kräftiger bzw. widerstandsfähiger werden müssen.

Die auftretenden Belastungsreize stimulieren zudem den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. Krafttraining gilt als eines der besten Mittel zur Vorbeugung der Entstehung bzw. des Fortschreitens von Osteoporose.

Die kräftige Mitte

Ein starker Rumpf ist entscheidend für eine gute Haltung von Becken und Wirbelsäule. Das gezielte Training sorgt für eine Stütze und entlastet. Dies wiederum verhindert bzw. lindert Rückenbeschwerden und beugt auch Bandscheibenvorfällen vor.

Verletzungsgefahr minimieren

Muskeltraining erhöht ebenso die Koordinationsfähigkeit und verringert das Verletzungsrisiko. Speziell im Alter kann hierdurch den klassischen Verletzungsmustern (z.B. Oberschenkelhalsbruch) vorgebeugt werden bzw. profitieren auch jüngere Personen im Bereich der Sportverletzungen (z.B. Kreuzband).

Wie oft trainieren

Um in den Genuss der genannten Vorteile zu kommen, ist regelmäßiges Training unerlässlich. Es sollten, je nach Zielsetzung, schon zumindest 2 – 3 Trainingseinheiten pro Woche sein.

Bereits mit 30 Minuten je Einheit lässt sich viel erreichen. Um jedoch alle Muskelgruppen mit der notwendigen Intensität zu trainieren, darf ein Workout gut und gerne 60 Minuten dauern.

The Bottom Line

Die obigen Ausführungen machen deutlich, dass Krafttraining nicht vernachlässigt werden darf. Es handelt sich dabei nicht nur bloß um ein Hobby für Eitle, sondern stellt einen nicht zu vernachlässigenden Mehrwert für unser aller Gesundheit dar.

Trainierende aller Altersgruppen werden schnell eine Verbesserung der Körperhaltung und positive Veränderungen in der Körperkomposition feststellen. In Kombination mit dem Kraftzuwachs motiviert dies zu weiterem Training und führt zu einem insgesamt besseren Körpergefühl.

Zum Abschluss erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass Krafttraining nicht für jedermann uneingeschränkt geeignet ist. Im Zweifelsfall sollte im Vorfeld eine ärztliche Abklärung bzw. Beratung in Anspruch genommen werden.

In welcher Form betreibst du Krafttraining? Hast du Fragen bzw. möchtest du mehr erfahren? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar!

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