Das einzige Getränk, das du wirklich brauchst

Um gesund zu sein, brauchst du nur ein Getränk. Stinknormales Wasser! Aber damit der Artikel nicht an dieser Stelle schon wieder endet, schauen wir uns noch ein paar andere Getränke an. Falls dir Wasser zu langweilig ist, finden sich darunter finden sicherlich sinnvolle Ergänzungen.

Wasser

Wasser ist unser Lebenselixier. Nach Sauerstoff stellt es den zweitwichtigsten Stoff dar, den wir zum Leben brauchen. Ob es nun aus der Leitung kommt oder aus der Flasche. Ob es mit Kohlensäure angereichert ist oder nicht. Wasser ist der ungeschlagene Favorit in Sachen Getränk. Das ist unbestritten.

Warum Wasser so wichtig für uns ist, kannst du im Artikel Wasser – Das Erste, was du morgens brauchst nachlesen.

Infused Water

Unter dem neumodischen Begriff Infused Water versteht man aromatisiertes Wasser. Hierzu lässt man Zitronen oder andere Früchte, Salatgurke, Ingwer oder Kräuter, wie zum Beispiel Minze im Wasser ziehen.

Bereits nach kurzer Zeit nimmt das Wasser den Geschmack, aber auch kleine Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen auf. Dies sorgt, gerade im Sommer, für ein herrlich erfrischendes Getränk, das genauso empfehlenswert ist, wie reines Wasser.

Kräuter- und Früchtetee

Ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees können bedenkenlos empfohlen werden. Im Winter warm, im Sommer kalt. Wenn dir Wasser auf Dauer zu langweilig ist, kannst du hiermit für ein wenig Abwechslung sorgen.

Kräutertees wird zudem eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Je nach Kraut können diese zum Beispiel beruhigend oder belebend wirken.

Kaffee, Grün- und Schwarztee

Diese enthalten zwar keine Kalorien, aber mehr oder weniger Koffein. Koffein ist insbesondere für seine anregende Wirkung bekannt.

Der Koffeingehalt der genannten Teesorten liegt deutlich unter jenem von Kaffee. Ein weiterer Pluspunkt liegt in den enthaltenen Enzymen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, die unserer Gesundheit durchaus zuträglich sein können. 

Kaffee ist als Durstlöscher nicht geeignet. Gegen moderaten Verzehr als Genussmittel ist allerdings nichts einzuwenden. Sowohl Kaffee als auch Tee sollten ohne Zucker und ohne Milch genossen werden. 

Fruchtsäfte –  pur oder gespritzt?

Wenn du deine Fruchtsäfte nicht selbst herstellst, heißt es genau schauen. So variabel wie die Bezeichnungen ist auch der Verarbeitungsgrad der angebotenen Produkte. 

Es gibt zum Beispiel den Direktsaft. Hierbei handelt es sich um Saft mit 100% Fruchtanteil. Durch die verschiedenen Verarbeitungsschritte unterscheiden sich diese in ihrer Qualität bereits deutlich von selbst hergestellten Fruchtsäften. Nichts desto trotz kann man zumindest davon ausgehen, dass keine Zusatzstoffe hinzugefügt wurden.

Deutlich stärker verarbeitet sind Fruchtsäfte aus Konzentrat. Diese weisen zwar auch 100% Fruchtgehalt aus, es handelt sich aber um ein stark verarbeitetes Produkte, das bereits eine Unzahl an Bearbeitungsschritten hinter sich hat.

Dann wären da noch die Fruchtnektare. Diese werden aus jenen Früchten hergestellt, die besonders viel Fruchtfleisch oder Fruchtsäure enthalten und deshalb nicht als Fruchtsaft  angeboten werden könnten. Aus diesem Grund wird Wasser zugesetzt. Der Mindestfruchgehalt wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben und beträgt je nach Fruchtsorte zwischen 25% bis 50%. Gut zu wissen ist, dass Fruchtnektare bis zu 20% Zucker enthalten dürfen.

Egal wie man es dreht und für welches Produkt man sich schlussendlich entscheidet. Fruchtsäfte sind von der Wertigkeit der ursprünglichen Frucht weit entfernt und enthalten mehr oder weniger gesunde Kalorien. Daher sollten sie nur einen kleinen Teil der täglichen Flüssigkeitszufuhr ausmachen. 

Einen Kompromiss stellen gespritzte bzw. stark verdünnte Fruchtsäfte dar. Hier rate ich allerdings dazu, sich sein Getränk selbst zu mischen und die Finger von fertig gemischten Getränken aus dem Supermarkt zu lassen. Diese enthalten meist zu viel Saft und Zucker, um noch als gesundes Getränk bezeichnet werden zu können.

Smoothies 

Packt man verschiedene Früchte und Gemüse in den Mixer und verdünnt diese mit Wasser, erhält man einen Smoothie. Ergänzend können noch weitere Zutaten, wie zum Beispiel Gewürze,  Samen, Nussmuse oder Getreideflocken, hinzugefügt werden. Es gibt zahllose leckere Rezepte.

Bereits die Liste der Zutaten lässt erahnen, dass man es hier nicht bloß mit einem Getränk zu tun hat. Vielmehr handelt es sich um eine kleine bis vollständige Mahlzeit. Und so sollte man Smoothies auch behandeln. 

Smoothies sind keineswegs als Durstlöscher geeignet. Das soll aber nicht heißen, dass sie ungesund wären. Keineswegs, Smoothies können – aufgrund der zahlreich enthaltenen Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe – ein fixer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Zum Beispiel als Frühstück.

Ich empfehle dir allerdings, dass du dir deinen Smoothie selbst zubereitest oder zumindest ein Auge auf die Inhaltsstoffe hast. Viele, in Supermärkten angebotene, Fertigsmoothies enthalten einen namhaften Anteil Fruchtsaft bzw. -konzentrat. 

Auch solltest du nicht vergessen, deinen Smoothie immer schön zu kauen. Im Speichel sind wichtige Verdauungsenzyme enthalten, welche durch rasches Runterschütten ihre Arbeit nicht verrichten können.

Softdrinks

Unter Softdrinks versteht man nicht bloß Cola und Co. Unter diesem Begriff werden –  gemäß österreichischem Lebensmittelbuch – trinkfertige Erzeugnisse zusammengefasst, deren Alkoholgehalt unter 0,5% vol. Alkohol pro Liter liegt. Diese dürfen kohlensäurehaltig sein und geruchs- bzw. geschmacksgebende Zusätze, sowie süßende Stoffe enthalten. Speziell bei letzteren wird nicht gespart.

Ein Glas Colagetränk enthält durchschnittlich 9 Stück Würfelzucker. Ein Liter bringt es demnach auf rund 36 Stück Zucker, was in weiterer Folge einen Kaloriengehalt von etwa 430 Kcal bedeutet. Dies entspricht einer kleinen Mahlzeit.

Neben Zucker enthalten Softdrinks noch weitere bedenkliche Stoffe. Erwähnenswert ist hier vor allem Phosphat. Dabei handelt es sich um ein Mineral, das an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist und in engem Kontakt mit Kalzium steht. Unser Körper ist mit einem ausgeklügelten Regelmechanismus ausgestattet, um das Phosphat-Kalzium-Verhältnis im Gleichgewicht zu halten. Zu viel Phosphat im Körper muss allerdings ausgeschieden werden. Dies passiert leider zu Lasten des Kalziums und kann den Knochenabbau fördern.

Energy Drinks versprechen besondere Wirkungen. Insgesamt handelt es sich jedoch auch nur um einen Softdrink mit höherem Koffeingehalt und zusätzlichen Stoffen wie zum Beispiel Taurin. 

Jegliche Getränke dieser Kategorie sollte man großteils meiden. Sie sind sehr stark gesüsst, enthalten keinerlei gesunde Inhaltsstoffe und stehen massiv in der Kritik die Entstehung ernährungsbedingter Krankheiten zu begünstigen.

Auch kalorienfreie Varianten sind kein Freifahrtschein. Diese stehen – nicht nur wegen der enthaltenen Zuckeraustauschstoffe – nicht minder in der Kritik, unsere Gesundheit negativ zu beeinflussen. Sie können sich allerdings für die Übergangszeit zwischen Softdrink und Wasser als nützlich erweisen.

Vitamin-Wasser

Die Bezeichnung suggeriert, dass es sich lediglich um Wasser mit Vitaminen handelt. Genauer müsste es Zuckerwasser heißen, das mit synthetisch erzeugten Vitaminen angereichert wurde. Bei einem Zuckergehalt von 32g je Falsche ergeben sich rund 120 Kalorien.

Eine Flasche Wasser hätte zum Vergleich null Kalorien. Die dem Vitamin-Wasser zugesetzten Vitamine liefert eine ausgewogene und vollwertige Ernährung als Draufgabe und dazu noch in ihrer natürlichen Form. Es ist deine Wahl.

Milch

Aufgrund der Nährstoffzusammensetzung und des damit verbundenen hohen Kaloriengehaltes, kann man bei Milch kaum von einem Getränk sprechen. Milch ist, abhängig von der Menge, als (kleine) Zwischenmahlzeit zu betrachten.

Der Konsum von Milch und Milchprodukten sollte grundsätzlich kritisch hinterfragt werden. Die Studienlage ist deutlich. Milch begünstigt unter anderem die Entstehung von Osteoporose und Krebs (insbesondere Prostata-Krebs).

Zudem enthält Milch Cholesterin und einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Diese sind dafür bekannt, zu unterschiedlichen Krankheiten beizutragen. Auch sind 75 – 80% der Weltbevölkerung laktoseintolerant. Mehr dazu hier: Trinkst du noch Milch oder bist du schon laktoseintolerant?

Weitaus schlimmer als reine Milch sind Milchmischgetränke, wie zum Beispiel Kakao, Vanillemilch, etc. Neben dem Zusatz von mehr oder weniger natürlichen Inhaltsstoffen (z.B. Aromen), werden diese auch noch gesüsst. Das führt zu einem noch höheren Kaloriengehalt.

Pflanzendrinks

Obwohl pflanzliche Milchalternativen – im Gegensatz zu tierischer Milch – nicht in der Kritik stehen, Krankheiten zu verursachen, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass sie besser als Getränk geeignet sind. 

Es spricht im Grunde nichts gegen den Verzehr von Pflanzendrinks. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass diese, je nach Sorte und Hersteller, von Natur aus sehr süß bzw. zusätzlich gesüsst und dadurch entsprechend kalorienhaltig sein können.

Gewissheit verschafft die Liste der Inhaltsstoffe bzw. die Nährwertinformation auf der Rückseite des Produktes. Als Bereicherung der Getränkeauswahl eignen sich jedoch nur wenige Produkte (z.B. ungesüsste naturbelassene Mandelmilch).

Sportgetränke

Bei sportlichen Belastungen von über einer Stunde rücken Sportgetränke in die engere Wahl. Durch starkes Schwitzen kommt es neben dem Flüssigkeitsverlust auch zu einem Verlust von Elektrolyten. Zu ihnen zählen unter anderem Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Chlorid. 

Früher oder später benötigt der Körper auch Energie um zu funktionieren. Aus diesem Grund enthalten Sportgetränke Kohlenhydrate. Diese sind unsere wichtigsten Energielieferanten und können in flüssiger Form besonders schnell aufgenommen werden.

Bei Sportgetränken handelt es sich um bedingt empfehlenswerte Getränke. Neben der Flüssigkeitszufuhr kann auch die Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst werden. Diese sollten als Mittel zum Zweck verstanden werden und nur im Rahmen bzw. im zeitlichen Umfeld der konkreten Belastung konsumiert werden. In allen anderen Situationen empfiehlt es sich, weiterhin auf Wasser zurückzugreifen.

Alkoholische Getränke

Alkoholische Getränke sind höchstens als Genussmittel zu betrachten, die zudem zu Leberschäden, Übergewicht, Sucht und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigung führen bzw. beitragen können.

Enjoy responsibly!

The Bottom Line

Wasser stellt das ideale Getränk für den Menschen dar. Wenn unser Körper Durst signalisiert, braucht er Flüssigkeit. Keine Kalorien, keine Vitamine, keine Mineralstoffe. Schlicht und einfach Flüssigkeit. Alle anderen Nährstoffe nehmen wir idealerweise in Form von hochwertigen und vor allem vollwertigen Lebensmitteln zu uns.

Wenn dir Wasser auf Dauer allerdings zu langweilig ist, gibt es genügend sinnvolle Alternativen um Geschmack in deine Getränkeauswahl zu bringen. Infused Water und ungezuckerte Tees sorgen für Abwechslung. Als Devise gilt, dass Getränke möglichst energiearm, idealerweise energiefrei sind.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen: „Don’t drink your calories!“

Was trinkst du am liebsten? Hast du Fragen oder Anregungen? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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